BAFA EEW: Förderprogramme für Wärmetauscher und Energieeffizienz in der Wirtschaft

05.03.2025

Energieeffizienz ist ein zentraler Baustein, um Produktionskosten zu senken und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wärmetauscher spielen hierbei eine Schlüsselrolle, da sie überschüssige Wärme wieder nutzbar machen und so den Energieverbrauch deutlich reduzieren. Die „Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ (BAFA EEW) unterstützt Unternehmen gezielt bei Investitionen in Technologien wie Wärmetauschern, um Ressourcen effizienter einzusetzen. Wie die Förderung funktioniert, welche Vorteile sie bietet und wie Sie als Unternehmen davon profitieren können, erfahren Sie hier.

 

Was ist die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft?

Die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft unterstützt Unternehmen dabei, ihre Produktionsprozesse effizienter und ressourcenschonender zu gestalten. Ziel des Programms ist es, den Energieverbrauch in der Wirtschaft zu senken und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Diese Förderung bietet zwei relevante Module für Unternehmen, die im Folgenden vorgestellt werden.

 

Modul 1: Querschnittstechnologien

Modul 1 des BAFA EEW unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) dabei, ihre alten, ineffizienten Anlagen durch moderne und energieeffiziente Technologien zu ersetzen. Gefördert werden der Kauf und die Installation von hocheffizienten elektrischen Motoren, Pumpen, Ventilatoren und Drucklufterzeugern.

Zusätzlich können Unternehmen Zuschüsse für Maßnahmen wie Wärmedämmung an bestehenden Anlagen erhalten. Auch die Nachrüstung von Frequenzumrichtern für bestehende Elektromotoren, Antriebe und Pumpen wird gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Nutzung von Abwärme: Hierbei werden Wärmeübertrager gefördert, die die Abwärme bestehender Anlagen erschließen und nutzen.

Was umfasst die Förderung?

Die Förderung umfasst den Kauf und die Installation von energieeffizienten Anlagen und Komponenten, die den Energieverbrauch in Unternehmen senken. Diese müssen jedoch im Unternehmen vorhandene Bestandsanlagen oder -komponenten ersetzen. Gefördert werden der Erwerb und die Installation folgender Anlagen und Komponenten:

  • Hocheffiziente elektrische Motoren und Antriebe, inklusive Frequenzumrichter
  • Hocheffiziente Pumpen für den Transport von Flüssigkeiten, ebenfalls mit Frequenzumrichtern
  • Hocheffiziente Ventilatoren, inklusive Frequenzumrichter
  • Hocheffiziente Drucklufterzeuger und deren Steuerung
  • Wärmetauscher, die Abwärme von bestehenden Anlagen nutzen oder zur Wärmerückgewinnung eingesetzt werden. Die Abwärme muss innerhalb des Betriebs genutzt werden
  • Frequenzumrichter, die bestehende Elektromotoren, Antriebe, Pumpen und Ventilatoren nachrüsten
  • Wärmedämmung und thermische Isolierung für bestehende Anlagen

Wie hoch ist das Investitionsvolumen und die maximale Förderung?

Die Förderung richtet sich nach den Kosten der förderfähigen Investitionen und ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Jede Maßnahme muss mindestens 2.000 Euro kosten, um förderfähig zu sein. Für größere Projekte, die aus mehreren zusammenhängenden Maßnahmen bestehen, können Unternehmen insgesamt bis zu 200.000 Euro Zuschuss über Modul 1 beantragen. Dies gilt auch, wenn die Maßnahmen auf mehrere Anträge verteilt werden.

Förderhöhe für Unternehmen:

  • Kleine Unternehmen: 25 % der förderfähigen Kosten
  • Mittlere Unternehmen: 20 % der förderfähigen Kosten

 

Modul 4: Energie- und ressourcenbezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen

Modul 4 des BAFA EEW bietet eine weitgehend technologieoffene Förderung für Maßnahmen, die die Energie- und Ressourceneffizienz in industriellen oder gewerblichen Prozessen steigern. Eine Förderung ist jedoch nur möglich, wenn ein Einsparkonzept vorgelegt wird, das eine bestimmte Einsparung von Treibhausgasen nachweist.

Was umfasst die Förderung?

Die Förderung ist flexibel und nicht auf bestimmte Technologien beschränkt. Sie unterstützt Unternehmen bei Investitionen, die Energie- und Ressourceneffizienz steigern. Dabei können folgende Maßnahmen gefördert werden:

  • Optimierung von Prozessen und Verfahren:
    • Einsatz energieeffizienter Anlagen oder Maschinen
    • Austausch einzelner Komponenten zur Verbesserung von Produktionsabläufen
    • Optimierung der Prozessführung oder Verfahrenstechnik
  • Nutzung von Abwärme:
    • Nutzung und Bereitstellung von Abwärme durch technische Anpassungen
    • Beispiel: Abgaswärmetauscher
    • Einspeisung von Abwärme in Wärmenetze
    • Umwandlung von Abwärme in Strom
  • Effizienz bei Wärme, Kühlung und Belüftung:
    • Optimierung von Anlagen zur Wärme-, Kühl- und Luftversorgung, die in Produktionsprozessen eingesetzt werden
    • Beispiel: Luft-Luft-Wärmetauscher
  • Effiziente Bereitstellung von Wärme und Kälte:
    • Nutzung moderner Wärme- und Kälteerzeuger
    • Beispiel: Eisspeicher
    • Verbesserung von Wärme- und Kältespeicher
  • Vermeidung von Energie- und Ressourcenverlusten:
    • Isolierung von Anlagen und Leitungen
    • Hydraulische Optimierung und Reduktion von Produktionsabfällen
  • Umstellung auf erneuerbare Energien:
    • Ersetzen fossiler durch erneuerbare Energieträger
    • Elektrifizierung von Prozessen
    • Einsatz elektrischer Technologien, um Prozesse effizienter zu machen

Wie hoch ist das Investitionsvolumen und die maximale Förderung?

Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Unternehmensgröße und den durchgeführten Maßnahmen. Für Projekte, die mehrere Maßnahmen miteinander kombinieren, können Unternehmen insgesamt bis zu 20 Millionen Euro Zuschüsse beantragen, auch wenn die Maßnahmen auf verschiedene Förderanträge aufgeteilt sind. Zusätzlich gibt es für bestimmte Projekte, wie Abwärmenutzung oder Wasserstofftechnologien, einen Dekarbonisierungsbonus von bis zu 10 %.

Förderhöhe:

  • Kleine Unternehmen: Bis zu 45 % der förderfähigen Investitionskosten
  • Mittlere Unternehmen: Bis zu 35 % der förderfähigen Investitionskosten
  • Große Unternehmen: Bis zu 25 % der förderfähigen Investitionskosten
  • Dekarbonisierungsbonus: bis zu 10 %

 

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Die BAFA EEW-Förderprogramme bieten Unternehmen eine hervorragende Möglichkeit, energieeffiziente Technologien einzuführen und gleichzeitig von attraktiven Zuschüssen zu profitieren. Mit diesen Förderungen können nicht nur Betriebskosten gesenkt, sondern auch ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

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